15. Mai 2012
Mein Französisch ist echt grottig. Drei Jahre Schulfranzösisch und 20 Jahre des Vergessens ergibt eine Melange aus Andeutungen, den Hauch des Verstehens und eine generelle Frustration gegenüber der Fremdsprache, die es nicht wie das Englische schafft, zur „Vertrautsprache“ zu werden.
Dabei finde ich Französisch echt schön. Und jedes Mal, wenn ich mich auf gallischem Territorium befinde, fühle ich mich sprichwörtlich „wie Gott in Frankreich“. Ich habe mittlerweile auch eine Hand voll echter Franzosen als Freunde – und spreche ausschließlich Englisch mit ihnen.
Das geht nicht! Da muss sich was ändern! Den ganzen Beitrag lesen »
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11. Mai 2012
Die schwierigsten Moment des Lebens sind die des „Gehenlassens“. Sie sind geprägt durch diesen Punkt, der die Kontinuität des Daseins in ein Vorher und Nachher unterteilt. In der Regel ist es vorher gut und nachher nicht mehr. Veränderung ist das Grundthema und sehr oft ist es eine Veränderung, die mit Verlust verbunden ist.
Wir müssen einen geliebten Menschen gehen lassen, einen Lebensabschnitt hinter uns lassen, eine Veränderung verdauen und uns neu orientieren.
Heute ist für mich einmal mehr ein Tag des Gehenlassens, der zwar ein klein wenig Melancholie in sich trägt aber auch eine Tür aufmacht für etwas Neues und Positives.
Leo geht Shoppen. Den ganzen Beitrag lesen »
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10. Mai 2012
Ich trinke gerne einmal ein Gläschen Wein. Meine bisherige Auswahl desselben verlief immer nach folgendem Muster:
- „Rot muss er sein.“
- „Den hatte ich schon mal, der hat mir nicht geschmeckt.“
- „Ah, ein Cabernet Sauvingnon! Da hab ich mal gelesen, dass man da nichts falsch machen kann“
- „2 Euro 50? – Das kann nichts taugen!“
- „9 Euro 99? – Das muss ein Jahrhunderttropfen sein!“
Sie merken, das sind profunde Kenntnisse der Weinszene, denen auch die Familienurlaube im Burgenland, die meine Eltern bevorzugt in Weinkellern verbrachten, nichts anhaben konnten.
Entsprechend der Auswahlkriterien fallen dann auch die Beurteilungen aus:
- „Geht gar nicht, total sauer!“
- „Warum trinkt man was, was einem den Mund fusselig und pelzig macht?“
- „Hm! Lecker! Der beißt nicht und tut auch sonst nicht weh.“ Den ganzen Beitrag lesen »
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8. Mai 2012
Sind Sie gerade alleine? Ja? Sehen Sie sich nicht nur um – riechen und hören sie sich bitte auch um… – und? Immer noch nichts?
Komisch, mein Leben ist eigentlich eine kontinuierliche Ansammlung von Begleitern. Manche bleiben, manche kommen und gehen. Den ganzen Beitrag lesen »
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5. Mai 2012
Diese Woche bekam ich ein Mail. „Catman“ wollte einmal nach dem Rechten sehen, nachdem in meinem Blog so lange schon kein Lebenszeichen von mir zu lesen war. Und er hat mich eiskalt erwischt. „Oh Mann, na klar! Ich muss mal wieder schreiben!“
Es ist nicht so, dass ich in den letzten Wochen nicht manchmal dachte „oh, das ist ein Thema, das sollte ich aufgreifen“ oder „Mensch, das will ich in meinem Blog mit der Welt teilen“ – aber es ist beim Denken geblieben. Es ging nicht, mit dem Schreiben. Ich schaffte es ja manchmal nicht einmal unter der Woche in mein Arbeitszimmer vorzudringen geschweige denn den Computer hochzufahren. Und am IPhone schreibt’s sich einfach nicht wirklich gut, zumal ich die Tastatur einfach nicht mit Äs und Üs hinbekomme und daher immer Aes und Ues in die Welt sende. Den ganzen Beitrag lesen »
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29. März 2012
Alles fließt. Stillstand gibt es auf diesem Globus nicht. Nichts ist für ewig und das Heute schaut ganz anders aus als das Morgen. Fallen Ihnen noch ein paar dieser Weisheiten ein?
Und dabei hatte ich zuerst einen ganz anderen Eindruck davon, wie sich Leben anfühlt. Als Kind schien es mir oft, es gäbe es nichts langweiligeres als das Dasein. Extreme Regelmäßigkeit, endlose Sonntage ohne äußere Impulse. Eigeninitiative weit gefehlt. Langsames und stetes Dahindümpeln durch die Jahre der Jugend. Der zähe Kampf mit den Hürden der Bildung. „Leben“ fand nur in Büchern und im Fernseher statt. Bunt, abwechslungsreich mit himmelhoch jauchzenden Höhen und tödlich betrübten Tiefen.
Und irgendwann ging es dann los: das Leben holte mich aus meinem Dornröschenschlaf und ab ging die Post. Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt, kann vielleicht nachvollziehen, dass ich mich heute ab und an zurücksehne nach der Trägheit der Anfangsjahre. Den ganzen Beitrag lesen »
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4. März 2012
Ich bin krank. Und es ist Wochenende. Und es ist ein gutes Wochenende. Ich liege auf dem Sofa und lasse die Damen langlaufen und schießen, bin nebenher ab und an „in der Arbeit“, lausche Leo bei der Übung zu Ihrer Buchpräsentation.
Noch ist ja Winter und das spiegelt sich im Fernsehprogramm des heutigen Tages deutlich wider. Skisprung, Super-G, Langlauf, Eisschnelllauf und Biathlon – die weiße Pracht macht’s möglich. Und da klingt sie wieder an – die Begeisterung für den Skisport, der mir schon in Kindertagen ein deutliches Ziel vorgab: ich werde Weltmeisterin im Abfahrtslauf. Den ganzen Beitrag lesen »
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19. Februar 2012
Ganze Lehrstühle befassen sich mit der Gender-Thematik und ohne den gewissen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein würde die Kinoindustrie ganz schön alt aussehen. Die Klischees treffen wir in der Werbung in der der Macho mit Knackarsch duscht und die vollbusige Blondine das Cola lasziv über ihre halb geöffneten Lippen rinnen lässt.
Das Spannungsfeld zwischen dem XX- und XY-Polen ist so aufgeladen wie eh und je, wenn es sich im Alltag auch auf subtileren Sohlen zur Geltung bringt. Den ganzen Beitrag lesen »
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29. Januar 2012
Wenn man in Bayerns Metropole mit dem Charme einer Hauptstadt mit Herz wohnt, kommt man an einem weiteren roten Symbol nicht vorbei: dem Abzeichen des FC Bayern München. Vor allem an Tagen mit Heimspielen spült es die rotweiß beschalten, bemützten und bemantelten Fans aus allen Himmelsrichtungen zum beeindruckend luftig in der Landschaft liegenden Fußballstadium in Münchens Norden.
Ok, ich gestehe: es ist kein gewöhnliches Fußballstadium: es ist eine Arena. Das sagt ja wohl schon alles, oder? Eine Pilgerstätte für an die 70000 Gläubige und Hoffende. Ein Magnet für Herrn Hinz und Frau Kunz, Max Mustermann – und auch einmal für mich. Sozusagen aus Neugierde und zu sozialen Studienzwecken setzte ich mich einst auf die steilabfallende Zuschauertribüne, deren Gefälle außerhalb des Stadiums im Normalfall mit Karabinerhaken und Seilsicherung begegnet wird. Den ganzen Beitrag lesen »
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5. Januar 2012
Manchmal wundere ich mich schon, ob ich den hohen Moralvorstellungen in dieser Republik noch gerecht werde. War ich doch gerade erst übers Wochenende in Paris bei Freunden, die ein traumhaftes Apartment ihr eigen nennen und die mich kostenlos zwei Nächte dort beherbergt haben. Wäre ich ein anständiger Deutscher – so jedenfalls suggerierte es gestern im Interview mit dem Bundespräsidenten Wulff die Journalistin Bettina Schausten – hätte ich vor der Abreise mindestens 300 Euro auf den Tisch legen müssen, um mich nicht in den Verdacht der Bestechlichkeit zu begeben. Wer weiß, vielleicht wird demnächst meine Bewerbung zur Bundespräsidentin ja noch erhört, und dann säße ich genau so in der Patsche wie Herr Wulff heute. Den ganzen Beitrag lesen »
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